Bundesrat legt ACTA (vorerst) ad-acta
Date: Wed, 09 May 2012 16:38:04 +0000Der Bundesrat hat am Mittwoch, 9. Mai 2012, mitgeteilt, dass er die Unterzeichnung des umstrittenen Anti-Counterfeiting Trade Agreements (ACTA) vorerst aussetzt. Die Piratenpartei ist sehr erfreut über diese positive Entwicklung. Sie sieht in ACTA einen direkten Angriff auf die Demokratie und den Rechtsstaat.
In einer Antwort an die aussenpolitische Kommission des Nationalrats teilte der Bundesrat heute mit, dass er das Abkommen vorerst nicht unterzeichnen will. Seit dem Abschluss der Verhandlungen hat die Kritik an ACTA in verschiedenen Ländern stark zugenommen, zu Zehntausenden haben Menschen in vielen europäischen Ländern mehrfach gegen das Abkommen protestiert. Der Bundesrat nehme diese Befürchtungen ernst, denn sie betreffen grundlegende Freiheiten und wichtige Rechtsgüter. Die Schweiz reiht sich damit in die lange Liste der europäischen Staaten ein, welche die Unterzeichnung des Abkommens vorerst ausgesetzt haben.
ACTA zementiert ein System, das dringend reformbedürftig ist. Das Urheberrecht in seiner heutigen Form entspricht nicht mehr der Realität des digitalen Zeitalters und lässt sich nur unter Missachtung der Grundrechte durchsetzen. Hier ist ein konstruktiver Dialog zwischen Kulturschaffenden, Verlagen und Nutzern gefordert, keine Zementierung eines maroden Systems mit Verträgen wie ACTA.
Die Piratenpartei freut sich deshalb über den Entscheid, auf den sie zusammen mit Nationalräten verschiedener Parteien hingearbeitet hat. Obwohl im Verlauf der Verhandlungen auf einige der besonders kritischen Punkte wie die Verpflichtung zu einem Three-Strikes-System verzichtet wurde, so ist es dennoch keinesfalls eine harmlose Übereinkunft, wie es uns die Befürworter glauben machen wollen. ACTA enthält viele neue juristische Begriffe, deren Bedeutung sich nur denjenigen erschliesst, die an den Verhandlungen teilgenommen haben.
Es bleibt zu hoffen, dass ACTA bald endgültig ad acta gelegt wird.
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Erfolgreiche PPI Konferenz in Prag
Date: Sun, 22 Apr 2012 10:02:57 +0000Vom 14. bis 15. April verwandelte sich Prag in die Hauptstadt der Piratenparteien. Vertreter aus mehr als 20 Ländern trafen sich zur Generalversammlung der Dachorganisation der Piratenparteien (Pirate Parties International, PPI) in der tschechischen Republik.
Fast 200 Piraten aus über 25 Ländern nahmen an der Konferenz teil, begleitet von Duzenden Journalistenteams welche eine Intensive Berichterstattung von der Konferenz lieferten.
- L'Internationale des partis pirates s'est déroulée ce week-end à Prague
- Der Hype hat uns ausgebrannt
- ZDF heute journal vom 14. April 2012
- Piratenparteien: Digital chatten - analog feiern
Während dieser Konferenz hat die Generalversammlung - 3 neue ordentliche Mitglieder (PP Griechenland, PP Kroatien und PP Katalonien) und 2 beobachtende Mitglieder (PP Florida und PP Niedersachsen) aufgenommen und einen neuen Vorstand gewählt. Neu wird die Pirate Parties International von Gregory Engels (DE, 35J) und Lola Voronina (RU, 28J) geführt begleitet von den neuen Vorständen Travis McCrea (US, 22J), Ed Geraghty (UK, 24J), Jelena Jovanovic (RS, 35J), Nuno Cardoso (PT, 38J) and Denis Simonet (CH, 27J).
Ivan Bartos, Vorsitzender der organisierenden tschechischen Piratenpartei, sagt: "Dieses Treffen ist eines der wichtigsten im ganzen Jahr. Wir sind stolz darauf, dass wir es in Prag organisieren dürfen. Piraten von überall auf der Erde wird es möglich sein die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzusprechen, für die andere politische Parteien die nur in der analogen Welt leben, keine Antworten finden würden."
Die Highlights der Konferenz waren die Reden von:
(Videos verlinkt)
"Die Piratenbewegung wächst rasant - derzeit existieren Piratenparteien in fast 50 Ländern weltweit. Die Piratenparteien sind mehr als nur nationale politische Akteure, wir sind eine globale, politische und soziale Bewegung!", sagt Lola Voronina, neuer Co-Chairmen der PPI. "Die PPI Konferenz 2012 ist die perfekte Möglichkeit um zukünftige internationale Kampagnen vorzubereiten und piratische Ideen auszutauschen. Nicht umsonst heißt es - 'Sharing is caring!"
Die Piratenpartei International (PPI) ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), welche sich das Ziel gesetzt hat, ein Netz zwischen den einzelnen Piratenparteien zu spannen, um besseren Austausch, schnelle Hilfeleistungen und gemeinsame Aktionen zu ermöglichen. Offiziell gegründet wurde die PPI während der Konferenz in Brüssel (16.-18. April 2010).
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Kehrtwende: Piratenpartei Schweiz anerkennt «Geistiges Eigentum»
Date: Sun, 01 Apr 2012 12:25:42 +0000April April: dies war natürlich ein Aprilscherz!
Der neue Vorstand der Piratenpartei Schweiz setzt neue Akzente: Er will der Parteibasis an der nächsten Versammlung beantragen, die Gleichwertigkeit von materiellem und geistigem Eigentum anzuerkennen. Die in den letzten Wochen intensiv geführten Gespräche mit Vertretern der Kulturschaffenden und den Verwertungsgesellschaften hätten zu einem Umdenken geführt, sagt der neue Präsident der Piratenpartei, Thomas Bruderer, der seit heute im Amt ist. Bisher lehnte die Partei den Eigentumsbegriff für immaterielle Güter rundweg ab. Das Urheberrecht müsse nicht nur die Interessen der Urheber, sondern auch jene der Gesellschaft berücksichtigen. Daher seien Begriffe wie «Eigentum» und «Diebstahl» nicht angemessen.
Die Anerkennung des geistigen Eigentums will die Partei aber an eine Bedingung knüpfen. Thomas Bruderer erklärt: «Wenn die Urheberschaft eines Werkes Eigentum ist, muss dieses Eigentum konsequenterweise bei der Steuererklärung auch deklariert und als Vermögen versteuert werden.» Die Piratenpartei rechnet dadurch mit einer Verdoppelung der versteuerten Vermögen. Mit den so gewonnenen fünf Milliarden Franken könnten die Internet-Nutzer dafür entschädigt werden, dass ihre Freiheit massiv eingeschränkt wird. Schliesslich würden sie nun wegen «Diebstahl» verfolgt werden, obwohl sie bloss Inhalte kopieren.
Verzichtet ein Urheber auf die Deklarierung eines Werkes in seiner Steuererklärung, würde dessen Urheberrechtsschutz gemäss dem Vorschlag der Piratenpartei entfallen. Das Werk wäre damit also gemeinfrei.
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Schweizer Demokratie durch E-Voting gefährdet – die Experimente müssen gestoppt werden
Date: Wed, 14 Mar 2012 14:00:00 +0000Gemäss Meldung der Bundesverwaltung wurden grosse Schwachstellen am E-Voting-System des Kantons Genf aufgedeckt.[1] Die Bundeskanzlei erklärt, dass ein im Ausland wohnhafter Wähler zweimal für den Kanton Luzern abstimmen konnte. Seine Stimme wurde aus den endgültigen Ergebnissen gestrichen, die Bundeskanzlei spricht von einem Erfolg. Die Unterzeichnenden Organisationen und Personen fordern einen Stopp der Experimente mit dieser intransparenten und offensichtlich fehlerhaften Software.
An diesem Abstimmungswochenende war nicht durchwegs garantiert, dass alle Wählerinnen und Wähler genau einmal abstimmen konnten. Im Gegenteil: Es wurde ein eindeutig falsches Resultat gespeichert. In einer angeblich «professionellen» Handlung wurde das Ergebnis der elektronischen Stimmabgabe im Anschluss manipuliert [2], um ein nach Angaben der Bundeskanzlei korrektes Resultat zu erhalten. Wir sind besorgt, dass die Stimmen nicht anonym gespeichert werden, was eine Verletzung der Bundesverordnung über die politischen Rechte wäre.
In Anbetracht der Geheimniskrämerei um die Entwicklung und Funktionsweise der elektronischen Abstimmungssysteme befürchten wir, dass weitere Sicherheitsmängel vorhanden sind. Wir hinterfragen die Integrität und Sicherheit der Software und der darin gespeicherten Daten. Auch sind wir besorgt über die überraschende Leichtigkeit der Manipulation der Abstimmungsergebnisse, was von der Bundeskanzlei unter dem Deckmantel eines Computerfehlers auch noch als Erfolg gepriesen wird.
Auch ein OSZE-Bericht [3] zeigt die Schwachstellen dieses Systems auf, stellt die Sicherheit in Frage und fordert mehr Transparenz. Wir rufen in Erinnerung, dass Anfang Monat in den USA ein E-Voting-System innert Stunden geknackt wurde [4]. Einmal mehr wurde eindrücklich demonstriert, welche Schwächen solche Systeme aufweisen.
Die Unterzeichner fordern die sofortige Beendigung dieser Experimente und die Annullierung der Stimmen aus dem vote électronique. Wir fordern die umgehende Veröffentlichung des Quellcodes über das Internet, damit dieser unter zumutbaren Bedingungen analysiert werden kann. Schliesslich fordern wir die Schaffung einer öffentlichen und unabhängigen Kommission, welche ein Audit über die Sicherheit der Wahl-Software erstellt.
- [1] Erfolgreiche Versuche mit Vote électronique in zwölf Kantonen:
http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de"amp;msg-id=43719 - [2] Communiqué officiel du canton de Genève
http://www.ge.ch/evoting/scrutin_20120311.asp - [3] Bericht der OSZE:
http://www.eda.admin.ch/etc/medialib/downloads/edazen/topics/intorg/osce... - [4] US e-voting system cracked in less than 48 hours:
http://www.h-online.com/security/news/item/US-e-voting-system-cracked-in...
Die Unterzeichnenden
- Parti Pirate Suisse (www.partipirate.ch) / Piratenpartei Schweiz (www.piratenpartei.ch)
- Denis Simonet, Präsident, Piratenpartei Schweiz
- Pascal Gloor, Vice-président, Parti Pirate Suisse
- Balthasar Glättli, Nationalrat, Grüne-Verts/ZH
- Antonio Hodgers, Conseiller National Vert/GE, Président du groupe parlementaire des Verts
- Lukas Reimann, Nationalrat, SVP-UDC/SG
- Toni Brunner, Nationalrat, SVP-UDC/SG, Präsident SVP Schweiz
- Parti Pirate Genevois
- Parti Pirate Vaudois
- Piratenpartei Zentralschweiz
- Les Verts vaudois
- Vaud Libre (Groupement des partis politiques indépendants (www.vaudlibre.ch)
- Swisslinux.org (www.swisslinux.org)
- Gull (www.linux-gull.ch)
- Swiss Privacy Foundation
- Stefan Ott, Präsident, Piratenpartei Aargau
- Melina Wertnik, Vizepräsidentin, Piratenpartei Aargau
- Pascal Fouquet, Präsident, Piratenpartei Bern
- Michael Gregr, Präsident, Piratenpartei Zurich
- Marc Rubin, Vorstandsmitglied, Piratenpartei Zurich
- Rüedu Sommer, Vorstandsmitglied, Piratenpartei Aargau
- Alexis Roussel, Vice-président, Parti Pirate Genevois
- Gaël Marmillod, Président, Parti Pirate Vaudois
- Joël Gardet, Vice-président, Parti Pirate Vaudois
- Cedric Meury, Präsident Piratenpartei beider Basel
- Norbert Bollow, Präsident, Human Dignity Initiative
- Joseph A. Doekbrijder, S.W.I.S. GROUP
- Hernani Marques, CCCZH
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| 2012-03-14-eVoting-de.pdf | 57.24 KB |
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Die Schweizer Bevölkerung erteilt der Buchpreisbindung eine Abfuhr
Date: Sun, 11 Mar 2012 15:43:44 +0000Die Piratenpartei ist sehr erfreut über das Ergebnis der Abstimmung zur Wiedereinführung der Buchpreisbindung. Am Sonntag 11. März hat das Stimmvolk NEIN zum Preisdiktat gesagt. Dieses Konstrukt hätte nicht in die Informationsgesellschaft gepasst und wäre im Widerspruch zum Kartellgesetz gestanden.
Die Buchpreisbindung wäre am Ziel vorbei geschossen. Der Buchmarkt befindet sich in einem starken Wandel. Um angemessen auf die neuen Anforderungen reagieren zu können, ist es notwendig, dass Händler flexibel neue Ideen umsetzen können. Die Buchpreisbindung hätte alte Strukturen zementiert und die Umsetzung von neuen Konzepten be- oder gar verhindert. Die Piratenpartei ist der Meinung, dass man den Herausforderungen der Informationsgesellschaft mit Offenheit begegnen muss, nicht mit strukturerhaltenden Regulierungen. Daher haben die Piraten eine aktive Rolle bei der Durchsetzung dieses Referendums eingenommen.
Die Schweizer Stimmberechtigten haben heute gezeigt, dass sie mit der Zeit gehen, und vorausblickend entschieden. Der Buchmarkt wird sich zunehmend ins Internet und hin zu E-Books entwickeln. Eine Buchpreisbindung hätte den Einkaufstourismus vor allem online weiter verstärkt und damit die Situation für den Schweizer Kleinhandel weiter erschwert. Frische Ideen, wie beispielsweise ein Buch-Café, um Kunden ins Ladengeschäft zu locken, können ohne eine Preisbindung leichter umgesetzt werden – dies kommt schlussendlich auch dem Kunden zugute.
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| 2012-03-11-Buchpreisbindung.pdf | 38.46 KB |
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Die Piratenpartei Schweiz professionalisiert sich
Date: Sun, 04 Mar 2012 16:45:54 +0000Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. März, haben sich rund 50 Piraten in Visperterminen bei Visp zur ordentlichen Generalversammlung 2012 getroffen. Neben der Professionalisierung der Partei und der Wahl eines neuen Vorstandes standen auch politische Themen zur Diskussion.
Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren hat sich die Piratenpartei Schweiz dazu entschlossen, den Vorstand neu zu strukturieren. In Zukunft wird ein fünfköpfiges Präsidium die Partei politisch nach aussen vertreten. Ab dem 1. April präsidiert der 30-jährige Software-Ingenieur Thomas Bruderer aus Zürich die Partei. Unterstützt wird er durch das Vizepräsidium, das sich aus Jos Doekbrijder (ZH), Pascal Gloor (BE), Charly Pache (FR) und Alexis Roussel (GE) zusammensetzt. Charly Pache tritt nächsten Sonntag im Kanton Freiburg als Ständeratskandidat an.
Die operativen Aufgaben übernimmt neu die Geschäftsleitung, bestehend aus Andreas Eigenmann (SG) als Geschäftsführer, Aaron Brülisauer (ZH) als Koordinator, Florian Mauchle (ZG) als Registrar, Lukas Zurschmiede (TG) als Schatzmeister und Simon Rupf (ZH) als Aktuar. Der bisherige Parteipräsident Denis Simonet hat sich nicht zur Wiederwahl zur Verfügung gestellt und wird den Vorstand künftig in der Medienarbeit unterstützen. Er wurde auch zum Präsidenten des frisch eingeführten internen Schiedsgerichts gewählt. Die Piratenpartei ist überzeugt, mit dieser neuen Struktur und der neuen Crew einen wichtigen Schritt hin zu einer professionelleren Arbeitsweise zu machen.
Auch auf politischer Seite hat die Versammlung gewichtige Entscheide gefällt. Die Piratenpartei wird die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen», die am 21. April lanciert wird, unterstützen. Die Piraten wollen sicherstellen, dass der gesellschaftliche Wandel durch Staat und Politik reflektiert wird und wünschen ausdrücklich eine breite Diskussion zu progressiven und neuen Ansätzen.
Weiter wurden auch Abstimmungsparolen gefasst. Ein Nein empfiehlt die Piratenpartei zur Volksinitiative «Eigene vier Wände dank Bausparen», sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung «Managed Care», sofern dieses Referendum zur Abstimmung kommt. Stimmfreigabe beschlossen hat die Versammlung für die Volksinitiative «Für die Stärkung der Volksrechte in der Aussenpolitik (Staatsverträge vors Volk!)». Die Piratenpartei sieht allerdings bei Verträgen wie ACTA einen dringenden Bedarf, die Bevölkerung in die Ausarbeitungsprozesse solcher Verträge offen und transparent einzubeziehen.
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| 2012-03-04-PV12.pdf | 48.87 KB |
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Dieses Wochenende: Zweite Ordentliche Piratenversammlung in Visperterminen
Date: Fri, 02 Mar 2012 23:52:37 +0000Es freut uns, dass Du dich zur Teilnahme an unserer zweiten ordentlichen Piratenversammlung entschieden hast. Diesmal sind wir auf fast 1400 Metern über Meer in Visperterminen. Wir vermuten, dass dich die Reise in's Gebirge vor die eine oder andere Herausforderung stellen wird. Deshalb noch einmal die Informationen für die Anfahrt. Die Koordinaten des Ferienhaus Tärbinu sind übrigens: +46° 15' 22.68", +7° 53' 54.75"
- Mit dem öV: Via Bern oder Lausanne nach Visp. In Visp umsteigen auf das Postauto (Haltestelle Visp Bahnhof Süd) nach Visperteminen, Schulhaus. Von dort aus zu Fuss die Kirchgasse hoch gehen. Dann gelangst du direkt zum Haus "Tärbinu".
"nbsp; - Mit dem Auto: Wir werden Parkplätze zur Verfügung haben, diese befinden sich jedoch nicht direkt am Haus. Entweder Anfahrt via Bern durch den Lötschberg-Autoverlad oder via Montreux das Wallis rauf, in Visp ins Seitental nach Visperterminen abbiegen. Ein Parkplatz kostet maximal CHF 5.- pro Tag.
Du kannst nicht teilnehmen? Schade! Aber wir sind ja Internetpiraten. Deshalb gibt es einen Audio-Livestream. Hör rein: http://gardar.ch:8000/pv2012.m3u
Bei Problemen mit der Anreise oder sonstigen Fragen steht unser Präsident Denis Simonet gerne zur Verfügung. Er hat den Weg mit dem Auto schon gefunden :). Seine Nummer: 076 509 84 82
Wir sehen uns an der Versammlung! Einmal angekommen könnten dich noch die folgenden Links interessieren:
Übrigens: Man munkelt, die Kaffeeflatrate gibt's für 5 Franken am Tag. Und das preiswerte Essen sei köstlich. Wende dich bei Interesse unauffällig beim Info-Corner. Du wirst ihn schon finden. Softdrinks sind wie gewohnt frei.
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Parolen der Piratenpartei zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 11. März
Date: Mon, 27 Feb 2012 22:49:33 +0000Am 11. März ist es so weit, in der Schweiz wird wieder abgestimmt. Zu vier der fünf Vorlagen hat die Piratenpartei ihre Parolen gefasst.
Als Mitglied des Referendumskomitees gegen das Bundesgesetz zur Buchpreisbindung empfiehlt die Piratenpartei selbstverständlich, dieses Gesetz abzulehnen. Ebenfalls ein «Nein» empfiehlt die Piratenpartei zur Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen», "nbsp;zur Bauspar-Initiative"nbsp;sowie zur Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle». Stimmfreigabe erteilt die Piratenpartei zum Bundesbeschluss über die Regelung der Geldspiele zugunsten gemeinnütziger Zwecke.
Gegenentwurf Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls: Stimmfreigabe
Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen: Nein
Für ein steuerlich begünstigtes Bausparen zum Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum und zur Finanzierung von baulichen Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen: Nein
6 Wochen Ferien für alle: Nein
Buchpreisbindung: Nein
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Patentstreit zwischen Indien und Novartis zeigt moralische Grenzen des Patentsrechts
Date: Sat, 25 Feb 2012 15:00:27 +0000Ende Februar ist eine Entscheidung im juristischen Streit zwischen dem Schweizer Pharma-Multi Novartis und der indischen Regierung zu erwarten. Novartis pocht dabei auf den Patentschutz des Leukämie-Medikaments Glivec. Das Medikament enthält den 1993 entwickelten Wirkstoff Imatinib, der in Indien derzeit nicht geschützt ist, da Indien erst seit kurzer Zeit den Patentschutz bei Medikamenten kennt und das Medikament eigentlich zu alt für eine Patentanmeldung ist. Daher können derzeit viele Hilfsorganisationen Generika-Versionen des Medikaments kostenlos an die Mittellosen verteilen, die lediglich etwa 10% des Orginalmedikaments kosten.
Zwar verteilt auch Novartis nach eigenen Angaben Glivec kostenlos in Indien an arme Patienten, aber der Gerichtsentscheid dürfte auch wegweisende Wirkung in Bezug auf andere Hersteller und Wirkstoffe haben: zumindest in Indien, welches teilweise enorm verarmte Gesellschaftsschichten aufweist. Ethisch gesehen ist es anstossend, dass solchen Menschen der Zugang zu Medikamenten verwehrt bleibt obschon es den politischen Willen und die Mittel gäbe ihnen zu helfen und lediglich aufgrund des Patentschutzes auf einer Erfindung darauf verzichtet wird. Im Gegensatz zu Softwarepatenten stellen Patente auf Medikamente keinen Schutz einer Trivialität dar – die Entwicklung ist in der Regel teuer und aufwändig – jedoch sollte nicht vorschnell eine fixe Idee des «geistigen Eigentums» und Profitmaximierung vor ethisch-humanitäre Werte gestellt werden und zum Ausbau schädlicher Monopole führt. In internationalen Verträgen wie ACTA (PDF) wird versucht die Idee des "geistigen Eigentums" noch weiter zu schützen. Entsprechend setzt sich die Piratenpartei Schweiz und viele Partnerorganisationen gegen die Ratifikation von ACTA in der Schweiz ein. Unter anderem würde ACTA dazu führen, dass Länder im Transitvertrieb Generika konfiszieren müssen, auch wenn das Herstellungs- und das Zielland keinen entsprechenden Schutz für das Medikament verlangen.
Der laufende Patentstreit wurde daher auch von vielen Seiten kritisiert. Derzeit ist bei Avaaz eine Online-Petition im Gange. Die Piratenpartei Schweiz steht bereits seit ihrer Gründung einer zunehmenden Ausweitung des Patentschutzes kritisch gegenüber. Als Schweizer Partei möchten wir dazu beitragen, dass das problematische Verhalten eines Schweizer Konzerns in dieser Thematik politisch breiter diskutiert wird und sich zukünftig ethisch sinnvollere Lösungen herausbilden, wie etwa die Rückvergütung der Entwicklungskosten mit entsprechendem Verzicht auf Monopolrechte bei wichtigen Medikamenten.
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PV Traktanden
Date: Fri, 24 Feb 2012 00:14:20 +0000Ahoi liebe Piratinnen, ahoi liebe Piraten,
es ist mir eine Ehre Euch auch dieses Jahr wieder zur ordentlichen Piratenversammlung einladen zu dürfen. Wir haben ein ereignisreiches Jahr hinter uns und haben uns im Sommer vor allem auf den Wahlkampf für die Nationalratswahlen konzentriert. Seit der letzten Piratenversammlung ist nun einige Zeit vergangen und es gab viele Möglichkeiten inhaltlich und organisatorisch zu arbeiten. Daher ist es mir ein besonderes Vergnügen mit Euch zusammen an der ordentlichen Piratenversammlung neben den Traktanden Wahlen auch eine ganze Reihe richtungsweisende Entscheide und organisatorische Veränderungen behandeln zu können.
Traktanden: http://projects.piratenpartei.ch/projects/agenda/wiki/Pv-visperterminen
Die Akkreditierung beginnt am Samstag, den 3. März 2012 um 10:00 Uhr. Die Piratenversammlung selbst startet um 11:00 Uhr. Anbei übersende ich Euch den Anfahrtsplan. Diejenigen, die sich noch nicht angemeldet haben sollten, bitte ich so schnell wie möglich anzumelden. Vor Ort verfügen wir über Schlafmöglichkeiten in einem Matratzenlager. Wer dieses nutzen möchte, sollte einen Schlafsack mitbringen (Kosten: CHF 15.- pro Nacht).
ANFAHRT
Mit dem öV: Via Bern oder Lausanne nach Visp. In Visp umsteigen auf das Postauto (Haltestelle Visp Bahnhof Süd) nach Visperteminen, Schulhaus. Von dort aus zu Fuss die Kirchgasse hochgehen, dann gelangst du direkt zum Haus "Tärbinu".
Mit dem Auto: Wir werden Parkplätze zur Verfügung haben, diese befinden sich jedoch nicht direkt am Haus. Entweder Anfahrt via Bern durch den Lötschberg-Autoverlad oder via Montreux das Wallis rauf, in Visp ins Seitental nach Visperterminen abbiegen. Ein Parkplatz kostet maximal CHF 5.- pro Tag.
"nbsp;
Anmeldeformular: https://my.piratenpartei.ch/pvreg/
Ich hoffe auf Euer zahlreiches erscheinen und auf anregende Diskussionen währen der Piratenversammlung.
Liebe Grüsse
Marc
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